Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Wesel
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UMWELT UND NATUR VORRANGIG SCHÜTZEN

HOCHWASSERSCHUTZ GEWÄHRLEISTEN

Wir begrüßen die Errichtung von rheinfernen Deichen und die Schaffung von naturnahen Rückhalteräumen am Rhein und seinen Nebenflüssen Lippe, Rotbach und Emscher. So kann den Flüssen ein kleiner Teil ihres Bewegungsraumes zurückgegeben werden. Flächenversiegelungen müssen zurückgebaut und neue vermieden werden. Das Sicherungskonzept für die Rheindeiche muss zügig umgesetzt werden. Ganz besonders hat jeder Kohle- und Salzabbau unter den Deichen zu unterbleiben, um die Hochwassergefahr nicht noch zu steigern.

 

STOPP DES KIESABBAUS

Der Abbau der unersetzbaren Ressource Kies muss drastisch eingeschränkt und auf das Nötigste begrenzt werden. Alternative Baustoffe sind stattdessen zu fördern. Es wird ein Ausstiegsszenario eingefordert. Die Bürgerinitiativen gegen den Kiesabbau am Niederrhein werden von uns unterstützt (Niederrhein- Appell). An den Bundestag geht die Forderung, die Normen zu schaffen, die den Missbrauch des Bergrechtes für die Kiesausbeute ausschließen.

Wir fordern für die bestehenden Auskiesungsseen Konzepte, die den Menschen einen Teil der entzogenen Heimat zur behutsamen Nutzung zurückgibt und den Schutz der Natur sicherstellt. Risiken aus Freizeitüberfrachtung und Veränderung der Landschaft müssen ausgeschlossen werden.

 

Wir werden uns daher weiterhin einsetzen für:

 

  die Entwicklung der Naturschutzpotenziale in der Region
  die Bildung von Erholungsschwerpunkten mit Besucherlenkungskonzepten: die Natur erfahrbar machen, ohne dass Naturschutzbelange leiden
 

die Abgrenzung der Wasserflächen in erlebbare Erholungsräume und reine Naturschutzseen

 

SCHLIESSUNG DES BERGWERK WEST SOFORT

Die Grünen haben in Bund, Land und Kreis stets eine sozial abgefederte Ausstiegsperspektive für den Bergbau gefordert. Wir betrachten es auch als unseren Erfolg, dass durch die Schließung des Bergwerks Walsum der Abbau unter den Rheindeichen und der Mommniederung beendet ist.

Der Bergbau ignoriert weiterhin die negativen Folgen seiner Abbauvorhaben. Der Betrieb des Bergwerks West (Kamp-Lintfort) führt bis 2012 zu unverantwortlicher Absenkung jetzt noch hochwasserfreier Gebiete und zu einer weiteren Vergrößerung der Überflutungshöhen. So wird das Schadenspotential bei einem Deichbruch dramatisch erhöht.

In Übereinstimmung mit den Betroffenen am linken Niederrhein fordern die Grünen deshalb den sofortigen Abbaustopp unter dem Rhein und den Niederterrassen und die Schließung des Bergwerks West.

     
   

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